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Pünktlich zum Wies´n Start hieß es für uns vier Kampfschwimmer Torsten, Andi, Andrej und Mike, Martin viel leider aus gesundheitlichen Hinderungsgründen aus, am Samstag den 17.09.2005 früh aufstehen.
Dieses Jahr ging es aber nicht darum sich vor einem der großen Oktoberfestzelte zum alljährlichen Sitzplatzkampf anzustellen, sondern um sich erstmal gegen 8:30 Uhr gemütlich bei einem Kaffee und einem reichhaltigen Frühstück in den heiligen Hallen von „Tauchsport Gläßer" einzufinden um für den bevorstehenden Abenteuertrip gerüstet zu sein.
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Nach der reichhaltigen Stärkung hieß es dann bei allerfeinstem bayerischem Mistwetter (grauer Himmel & Regen) ab in Torstens Partymobil und Abfahrt zur Isar „Floßlände" im südlichen Münchner Thalkirchen, was unsere Vorfreude und Neugier auf das bevorstehende Event allerdings in keinster Weise schmälerte.
Kaum angekommen wurde erstmal die Lage gecheckt und nach einem kleinen Spaziergang von einfach rd. 10 Minuten durch Riesenpfützen und Kiesschlamm zu den Veranstaltungszelten der DLRG haben wir uns erstmal offiziell angemeldet und unsere Essensmarken für das Mittagessen einkassiert. Dort herrschte auch schon geschäftiges Treiben der DLRG und die ersten Mitschwimmergruppen fanden sich auch langsam ein.
Nach zwei weiteren oben schon erwähnten Fußmärschen, einem stärkenden und wärmenden Umtrunk im Partymobil, einer Begrüßungsrede vom Veranstalter und einem Stadtrat von München als Schirmherr sprangen wir dann gekleidet in unsere allerfeinsten Neoprenuniformen und bewaffnet mit Flossen und einem gut getarnten, frisch gefüllten und praktischen flachen Getränkebehältnis zusammen mit weiteren 118 Teilnehmern in die Transportbusse die uns weiter südlich flussaufwärts nach Pullach brachten.
Dort angekommen war es dann endlich soweit und die Schwimmermeute wurde Punkt 12 Uhr mit dem „Startschuss" auf den Isarkanal losgelassen. Am etwas rutschigen und kleinen Einstieg ging es zu wie am Wühltisch zum Sommerschlussverkauf im Kaufhaus, aber nachdem die ersten losgepaddelt waren und der Kampf mit den Flossen überstanden war hatten es auch wir gemeinsam geschafft uns in den ca. 17 Grad warmen Isarkanal zu hechten.
Endlich im kühlen Nass ging die Gaudi dann Richtig los. Selbstverständlich waren da natürlich die laufenden Untertauchübergriffe auf die eigenen Mitschwimmer, was teilweise sogar zu wildem Jagdverhalten innerhalb der Gruppe und einige Lachkrämpfe ausartete so dass zum Schluss eigentlich keiner mehr wie ursprünglich geplant „halbtrocken" sondern komplett geflutet war ;-) Nach knapp 15 Minuten Schwimmzeit und ein, zwei aufmunternden Schlucken aus unserem geschmuggelten Zaubertrank kam dann endlich das erste Ziel unserer Begierde näher.....eine Brücke war in Sicht.
Die Schwimmer vor uns hatten diese grandiose Gelegenheit einfach so vorbeiziehen lassen aber wir gingen natürlich gleich an Land und setzten uns sprungbereit auf das Brückengeländer. Kaum hatten uns die nachfolgenden Schwimmer entdeckt hatten wir beim diesjährigen Isarschwimmen die große Brückensprungwelle ausgelöst und so folgten uns noch viele „Schwimmlemminge" im freien Fall zurück in die Fluten ? Leider bot sich nur zweimal die Chance auf einen wagemutigen Sprung in die Tiefe, allerdings waren diese eine super Gaudi und selbst die Spaziergänger und Jogger hielten kurz an um die tollkühnen Sprungformationen zu bewundern.
Kurz nach dem letzten Sprung und knapp 50 Minuten Schwimmzeit ging es dann zum Abschluss rein in die Floßlende mit Ihren Floßrutschen und einer kräftigen Strömungen. Als erstes ging es mit Höchstgeschwindigkeit die große Hauptfloßrutsche im wahrsten Sinne des Wortes den Bach/Fluss hinunter. Vergleichen könnte man den Megaspaß mit einer überdimensional breiten Wasserrutsche im Schwimmbad, allerdings trifft man dort am Ende nicht wie hier auf einige große Strömungswellen die einen noch kräftig in die Mangel nehmen. Nach einem Wassergeschwindigkeitsrausch, einige Lachattacken und Rutschaktionen später kam die finale Rutschpartie welche wir gruppendynamisch in der klassischen „Viererbobformation" und erhobenen Flossen überwunden haben. Spätestens jetzt hatte auch der letzte vor lauter Gaudi einen Schluck Isarwasser eingeatmet und so ging es auch schon zurück ans Ufer um nach 1 Stunde und 15 Minuten wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.
Und weil's so schön war haben sich Andi und Mike gleich noch mal zu Fuß bis zum Anfang der Floßlende begeben um die Rutschpartie noch ein zweites Mal genießen zu können.
Zum krönenden Abschluss trafen sich dann alle Isarschwimmer, nachdem sich jeder wieder trockengelegt und warm eingepackt hatte zum gemeinsamen Mittagessen im großen Veranstaltungszelt wo später auch noch die Preisverleihung stattfand.
Belohnt wurde diese superlustige Aktion mit einer Isarschwimmerurkunde und für diverse Gruppen mit einem kleinen Pokal für „spezielle" Leistungen, Details hierzu sowie den immerhin stolzen 11. Platz für die Gruppengröße der Kampfschwimmergruppe „Tauchsport Gläßer" kann man unter der HomePage http://www.isarschwimmen.de/ nachlesen.
Wir für unseren Teil sind nächstes Jahr auf alle Fälle wieder mit von der Partie, dann hoffentlich aber zusammen mit den meisten von Euch denn wäre doch gelacht wenn wir nicht den 1. Platz der Gruppenhitliste anführen können zudem haben wir schon streng geheime Pläne für ein Gruppenoutfit und eine einzigartige Schwimmkonstruktion in Arbeit....lasst Euch überraschen ?!!!
Bis bald, munteres Abtauchen und gut Luft
Eure Isarkampfschwimmer |