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Am Sonntag, 13.06.2004, gegen 04:30 Uhr kamen Torsten, Hans und Uli, alle noch recht unausgeschlafen am Flughafen München an. Kaum im Gebäude hörten wir über Lautsprecher schon „Herr Gläßer bitte in den Zentralbereich." Also ab in den Zentralbereich, wo uns die restliche Truppe bestehende aus den österreichischen „Real-Divers" und den „Aquatec-Tauchern" der Safari teilweise schon etwas nervös erwartete, verständlich, sie standen mit kompletten Gepäck vor dem Check in und kamen nicht weiter, da Torsten die Tickets in der Tasche hatte. Nachdem alle eingecheckt hatten, trafen wir uns erst einmal zu einem schnellen Frühstück um gestärkt pünktlich um sechs endlich zu starten. Vom Flughafen Hurghada ging es mit reichlich Proviant sechs Stunden im Bus zur südlichen Grenze Ägyptens. Nach etwas Gepäck- und Bierpalettenschleppen gings mit dem Zodiak auf die Dive One. Ein von außen schon sehr beeindruckendes Tauchschiff.
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An Bord wurden noch schnell die Kabinen zugeteilt und das meiste Gepäck verstaut, als es auch schon zum ersten Abendessen „läutete." Alle ziemlich satt und erschöpft lauschten wir dem ersten ausführlichen Boots- und Tauchbreeving von JOSE, dem schweizer Schiffseigner. Das wichtigste ist einfach erklärt, wenn die Glocke geläutet wird geht's entweder zum Briefing oder zum Essen. Fröhlich verkündete uns JOSE dass wir aufgrund ägyptischer Sommerzeit unsere Uhren um zwei Stunden (normalerweise eine Stunde) auf die „DIVE-One-Time" umstellen müssen. Alle waren so erschöpft, dass wir noch nicht mal begriffen, als Jose uns sagte, er stiehlt uns eine Stunde, die er uns am Ende wieder schenkt. Was dies alles bedeutete haben wir am nächsten Morgen begriffen, als um 6:30 Dive-One-Time (4:30 MSZ) die Motoren (wer steht im Urlaub schon freiwillig um diese Uhrzeit auf?) starteten.
Nach dem ersten Glockenläuten gings um 07:30 Uhr ab ins Wasser zu einem angenehmen sehr schönen „Check-Dive" am Shaab Osam. Kaum aus dem Wasser und trocken läutete die Glocke schon zum ausgiebigen Frühstück. Zusammengefaßt ist die Woche kein Urlaub für Langschläfer, jeden Tag spätestens 06:30 Uhr nach einer schnellen Tasse Kaffee ab in die Anzüge und nach angenehmen 5 - 10 Schritten ins Wasser fallen zum Early-Morning-Dive - auftauchen - Frühstück - Tauchen - Mittagessen - Tauchen (je nach Fahrtstrecke) - Mittagsnack - Nachttauchen (wenn der Mittagstauchgang aufgrund der Strecke nicht stattfand) - Abendessen - schlafen -
Die Safari führte uns an Tauchplätze wie Shaab OmKhoram, St. John-Gebiet, Abil Aly, Dangerous Reef, Abil Gaafar Shaab Farag, Farsh Wadi Gimal.
Die Unterwasserwelt war vielfältig und von in Ägypten unglaublicher Anzahl an Clownfischen, über Blaupunktrochen, frei schwimmenden Muränen, Napoleons mit Jungfischen, Strudelwurm, bis hin zum Barrakudaschwarm, spanische Tänzerin, Weißspitzenriffhaie, Grauer Riffhaie Seidenhaie, Hammerhaie.
Delphine haben unser Boot oft begleitet, doch leider hatten wir (außer Anita und Haimerl Tom) nicht die Gelegenheit sie bei einem Tauchgang zu treffen. So überredeten fünf der Truppe (Anita, Karlo, Haimerl Tom, Hofweber Tom und Pit) ein Mitglied der Crew sie mit dem Zodiak in die Nähe der Delphine zum Schnorcheln zu fahren. Dort angekommen, sagte dieser noch, dass er einen großen Hai gesehen habe und sie doch noch auf dem Zodiak bleiben sollten. Wie genau es zum Ok zum Eintauchen kam, konnte uns keiner der fünf Mitglieder mehr erzählen und so fiel von Anita der, in der Gruppe, legendäre Satz „'Wo Delphine sind, sind keine Haie...," - gesagt und die Gruppe rollte sich ins Wasser! Kaum zehn Sekunden im Wasser befanden sich vier der Gruppe blitzartig wieder im Zodiak und schauten sich das Geschehen vom Boot aus an. Was war passiert? Die Erklärung war einfach, nicht die erwarteten Delphine, sondern ein ca. 3,5 Meter großer Weißspitzen Hochseehai (Caracharhinus lonimanus) zog, in nicht mal 5 Meter Abstand, seine Kreise. Nur Pit hatte sich das Schauspiel im Wasser angeschaut. Doch sein Zittern kam, als er wieder an Bord war und Jose ihm erklärte, dass der Longimanus einer der vier gefährlichsten Haie für den Menschen ist.
Am Ende der Woche war die komplette Gruppe total erschöpft, weshalb der ein oder andere einen Tauchgang ausfallen ließ. Am Samstag mussten wir in Marsa Alam leider wieder von Bord und verbrachten die letzte Nacht mit festem Boden unter den Füßen in Hurghada. Die wunderschöne Woche mit traumhaften Tauchgängen war wieder mal viel zu schnell vergangen und die Realität hatte uns am 20.06.2004, gegen 16:00 Uhr, bei regnerischem Wetter in München wieder.
Noch ein paar Worte zur Dive One: Ein gutes und sehr sauberes Tauchboot, jede Kabine mit Dusche und WC, einer sehr guten und netten Crew und super leckerem Essen (keiner der Gruppe hatte Pharaos Rache), Getaucht wird mit 15 l - Stahlflaschen und das einzige was man zwischen den Tauchgängen zu tun hat (außer Essen und Schlafen), ist, den Regler zum Flaschenfüllen abzuschrauben und nach dem Flaschenfüllen wieder anzuschrauben. |