Langsam versinke ich in der eiskalten Donau. Das Wasser geht mir bis zu den Knien - bis zur Hüfte - der Brust - ich spüre es schon am Hals! Neben mir sehe ich ein paar leicht geschockte Gesichter von Leuten, denen gerade der erste Schwall Wasser in den Anzug läuft. Überall das gleiche Bild. Menschen, die sich gerade überlegen, warum sie Da überhaupt mitmachen.
Wobei? Na beim 40. Donauschwimmen in Neuburg an der Donau
Denn wie immer am letzten Samstag im Januar fand auch dieses Jahr das Donauschwimmen statt. Wir trafen uns wie immer im Laden um dann gemeinsam nach Neuburg zu fahren.
Diesmal waren wir zu sechst oder eigentlich zu siebt. Außer mir waren dabei:
Meriam
- Andi S.
- Dominik
- Attila
- Peter und
- der Moritz mit Spezialauftrag
In der Neuburger Mehrzweckhalle gab es erst einmal kleine Probleme bei der Anmeldung, die ich aber schnell regeln konnte. Jetzt stand der Teilnahme nichts mehr entgegen. Wieder zurück am Parkplatz mussten wir uns um unser mitgebrachtes Schlauchboot kümmern. Der Schlauchbootkapitän Moritz sowie der Andi fuhren mit mir zur Einstiegsstelle. Beim Aufblasen des Bootes mit Hilfe einer mitgebrachten 15L Pressluftflasche stellten wir ein kleines Loch im Boot fest. Dies konnten wir Dank der Hilfe des Veranstalters, der Wasserwacht Neuburg a.d. Donau, und eines Panzertapes schnell wieder abdichten. Wäre doch schade, wenn der Moritz und unsere im Boot verstauten warmen und wärmenden Getränke nass würden. Während Moritz und Andi am Einstieg blieben, fuhr ich wieder zum Parkplatz zurück. Hab dann gerade noch den letzten Bus zum Schwimmbad bekommen, wo wir uns umziehen konnten. Anschließend ging es wieder per Bus zum Einstieg. Man konnte schon sehen, warum es das größte Winterschwimmen Europas ist. Knapp 1900 Teilnehmer und viele bunte Wassergefährte versammelten sich hier am Ufer der Donau und alle warteten auf den Startschuss um 13:00 Uhr.
Mit einem lauten Knall ging es dann endlich los. Alle stiegen zur Donau hinab, um sich in die Fluten zu stürzen. Manche sprangen regelrecht hinein, während Andere etwas länger dafür brauchten. So kalt sind 1,5 Grad Wassertemperatur gar nicht, also HINEIN ins kühle Nass. Unser Moritz, der leider noch zu jung für die Teilnahme ist, durfte im Schlauchboot Platz nehmen. Da sich die Thermoskannen bei ihm im Boot befanden, durfte er uns ab und zu daraus einschenken. So ein warmer Schluck tut schon gut. Auch wenn wir nicht richtig frohren, schließlich wissen wir als Taucher, wie man sich im Wasser richtig warm hält.
Aufgrund der langsamen Strömung brauchten wir für die 4 Kilometer lange Strecken von der Staustufe Bittenbrunn bis rein nach Neuburg knapp 1 Stunde. Wir ließen uns bei strahlendem Sonnenschein einfach treiben. Für Musik sorgte die Wasserwacht Neuburg, deren Boot sich direkt hinter uns befand. Sogar ein Feuerwerk wurde geboten. Es ist auch jedes Jahr wieder toll, wenn man zum Schluss durch Neuburg treibt und einem ca. 10.000 Zuschauer von den Brücken und der Kaimauer zuwinken und zujubeln.
Am Ausstieg gab es erst mal für jeden eine heiße Suppe bevor es zu Fuß zurück zum Schwimmbad zum Umziehen ging. Umgezogen wurden wir mit Bussen wieder zur Mehrzweckhalle zurückgefahren. Bei Speis und Trank konnten wir uns dort noch zusammensetzen und die Preisverleihung beobachten. Es wurden wie jedes Jahr verschiedenste Kategorien bewertet, für die weiteste Anreise bis zum originellsten Gefährt wurden mehrere Pokale verteilt. Wir bekamen, wie allerdings alle Schwimmer, Medallien, die jedes Jahr neu gestaltet werden.
Und warum machen da jetzt so viele Leute mit? Weil es ein riesen Spaß ist!
Ich fand die Veranstaltung wieder sehr gelungen und freue mich schon auf nächstes Jahr, wenn wir wieder hinfahren. Fahrt doch einfach mit!
Übrigens: Die Fotos findet ihr natürlich in unserer Bildergalerie!
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