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Mittwoch + Donnerstag, 22.02. + 23.02.06
Am Mittwoch, gegen 09:00 Uhr vormittags trafen sich 10 Taucher am Münchner Flughafen, um von dort aus ihre Reise auf die Philippinen anzutreten. Torsten, Mike, Ralf, Bettl, Claus, Moni, Huppi, Joela, Daniel und ich. Nach dem Einchecken war noch etwas Zeit, und so wurde das Airbräu aufgesucht, um ein kräftigendes Frühstück einzunehmen. Gegen 12:00 Uhr gings dann los und die Maschine startete mit Kurs Richtung Doha, wo ein Aufenthalt von ca. 2-3 Std. inklusive Umsteigen geplant war. Der Weiterflug verzögerte sich dann allerdings um mehrere Stunden und wir mussten Mikes Geburtstag am Flughafen feiern. Dank "Marco Polo" gelang es uns auch ein Bierchen auf Mike zu trinken. Man muss dazu wissen, dass der Genuss von alkoholischen Getränken ( angeblich ) im gesamten Flughafengebäude nicht erlaubt ist.
Die lange Wartezeit wurde u.a. auch mit dem Beobachten gewisser italienisch wirkender Passagiere überbrückt. Und man kann sagen, dass uns einer der Reisenden besonders ans Herz gewachsen ist... ( Das war aber auch wirklich ein Süßer! ) Auch er nahm dann den Flieger, wie wir, um 04:30 Uhr nach Cebu, stieg aber beim Zwischenhalt in Singapur aus.
Der Flieger nach Cebu war recht komfortabel. Über einen eignen Monitor konnte man sich aussuchen, welchen Film man wann sehen wollte und es gab auch mehrere Computerspiele. Langweilig wurde uns also wirklich nicht und es war fast schade zu gehen, als wir in Cebu landeten...
Als Tipp für zukünftige Reisen auf die Philippinen; die Leute dort beim Zoll verstehen nett gemeinte Fragen und Kommentare, die die Atmosphäre auflockern sollen nicht, wenn´s ums Tauchgepäck geht... Die Sorge, ob wir dann auch zu so später Stunde noch vom Flughafen abgeholt werden, löste sich schnell in Luft auf. Ein netter Mann vom Hotel wartete schon auf uns und holte dann drei kleine "VW"-Busse, auf die wir samt Gepäck verteilt wurden. Nach weiteren zwei Stunden holpriger Fahrt kamen wir ziemlich müde und fertig in Moalboal im Love´s Lodge an. ( Es war nun etwa 02:00 Uhr morgens und mir wurde gesagt, dass unsere Brutto-Reisezeit 42 Std. betragen hat. ) Auch heute bin ich mir noch immer nicht sicher, was genau alles in dem Begrüßungsdrink ( eine Art Bowle ?) war, den wir dort bekommen haben und ich glaub ich wills auch gar nicht mehr wissen. Auf jeden fall war er lecker und gleich leer.
Die praktisch und nett eingerichteten Zimmer waren schnell bezogen und bevor man in die Betten fiel, gabs noch einen kleinen Mitternachtsimbiss.
Freitag, 24.02.06
Einigermaßen fit und ausgeschlafen bekamen wir am Vormittag, natürlich nach einem ausgiebigen Frühstück, ein kurzes Briefing von Stefan, einem unserer Guides, und durften zum Eingewöhnen erstmal ans Hausriff. Dort wurden wir auch gleich von einer Schildkröte begrüßt, die wir nicht das letzte mal gesehen hatten. Den zweiten Tauchgang machten wir vom Boot aus und den dritten dann abends, noch mal am Hausriff. Ein sehr gelungener erster Tauchtag. Die Guides und die Crew waren alle sehr aufmerksam und hilfsbereit. Sie trugen unsere Ausrüstung zum Boot, bauten sie zusammen und halfen uns beim Anlegen. Und um nach jedem Tauchgang den Salzgeschmack zu vertreiben warteten an Land jedes Mal Teller mit frisch aufgeschnitten Bananen, Mangos und Ananas. Nach einem super leckeren Abendessen gingen wir relativ früh ins Bett, denn am nächsten Tag wollten wir alle mit einem early morning durchstarten.
Im Gegensatz zu Huppi und Daniel hatte Joela gleich herausgefunden, wie das Türschloss funktioniert und trotzdem hatten wir ab dieser Nacht einen echten Wachhund für uns und Joelas Tarzipan.
Samstag, 25.02.06
Für einen war es dann am Samstag aber wohl doch zu früh. Unser Schweizer, Daniel, machte schlapp und schlief lieber aus. Laut Huppi wollte er nach dem Frühstück wieder mit dabei sein. Er sei ja schließlich im Urlaub! Während des anschließenden Frühstücks erfuhren wir dann, dass in Manila der Ausnahmezustand ausgerufen worden war. Wir bekamen davon aber weder an diesem noch an einem der anderen Tage etwas mit, geschweige denn zu spüren.
Nach drei weiteren genialen Tauchgängen an diesem Tag, davon zwei mit dem Boot, war Mike abends sehr enttäuscht von der Küche des Love´s Lodge. Denen waren doch tatsächlich die Shrimps ausgegangen, auf die er sich den ganzen Tag schon so gefreut hatte!
Die Koffer wurden an diesem Abend wieder gepackt, denn am nächsten Morgen sollte es mit der Chipsy, einem Boot, nach Negros Dumaguete zum Hotel Pura Vida gehen.
Sonntag, 26.02.06
Unser Gepäck und unsere Ausrüstung, so wie wir selbst wurden nach dem Frühstück mit kleinen Booten, in die maximal 3 Personen passen, zur Chipys gerudert. Cayo einer der Guides begleitete uns, da er den geplanten Tauchgang während der Überfahrt leiten sollte. Bei diesem Tauchgang bekamen wir ziemlich viele verschiedene Schnecken vor die Brillen. Den zweiten Tauchgang sollten wir direkt am Hausriff von Pura Vida machen. Als die Anlage in Sichtweite kam, staunten wir erstmal nicht schlecht. War das Love´s Lodge schon recht nett und schön gewesen, so hatte man nun den Eindruck ins Paradies zu kommen. Sandstrand, Beach-Bar und Palmen soweit das Auge reicht.
Nach dem Tauchgang am Hausriff, legte die Chipsy direkt am Strand an, wo wir sehr freundlich von Lee einem deutschen Philippino empfangen wurden. Es gab Begrüßungsdrink sowie frisches Obst an der Strandbar. Die Zimmer hatten diesmal keine Nummern auf die wir unsere Getränke und unser Essen anschreiben lassen konnten, sondern Fisch-Namen. Das ging von Mandarinfisch, über Clownfisch, Angels, Sweetlips bis hin zu den Bannerfischen. Auch dieses Hotel hatte eine super Küche, wenn die Preise auch ein klein wenig höher waren. April unsere Bedienung im Restaurant kannte binnen weniger Minuten alle unsere Namen und behielt sie bis zum letzten Tag.
Einige von uns hatten die Sonne während des Tages auf dem Boot unterschätzt, und sich einen knackigen Sonnenbrand geholt. ( Der wurde dann abends mit Limettensaft behandelt, denn laut Ralfs Oma schält man sich dann nicht. )
Moni hatte uns heute gezeigt, was ein echter Bauchplatscher ist; Daniel, wie man beim von Bord gehen am elegantesten versucht seinen Rucksack trocken zu halten. Und Bettl hatte Nervenstärke bewiesen - sie war trotz der vielen Frösche, die am Abend aus ihren Verstecken kamen und in der Anlage herum sprangen, auf eigenen Füßen zum Zimmer zurück gegangen.
Montag, 27.02.06
Die Chipsy mit ihrer Crew sollte uns während des gesamten Aufenthalts im Pura Vida zur Verfügung stehen. Und so ging es am Montag nach dem Frühstück, frisch gestärkt nach Apo Island. Apo mit seinen Tauchplätzen rund herum war einer der schönsten Orte, den wir in diesem Urlaub zu sehen bekommen haben. Allein die Unterwasserwelt um diese Insel war mehr als beeindruckend. Riesige Korallengärten ( wenn Liesl noch was davon übrig gelassen hat ! ) und wahnsinnig viele verschiedene Fische. Hier bekamen ein paar von uns auch das erste mal eine Seekobra und eine lila Geistermuräne zu sehen. Außerdem bot sich uns die Möglichkeit die Insel zu erkunden.
Auch hier gab es ein schönes kleines Hotel und eine Tauchbasis. Das Dorf bot da allerdings schon einen anderen Anblick. Frauen wuschen ihre Wäsche oder Haare am Dorfbrunnen, Kleinkinder hielten Mittagsschlaf in den Armen ihrer Mütter, alles unter provisorischen Bauten aus Wellblech, und die Schweine waren vor den Hütten mit Stricken angebunden. Von allen Dorfbewohnern ging eine Freundlichkeit aus, die sich viele Menschen als Vorbild nehmen könnten.
Als wir uns mit der Chipsy auf den Rückweg machten konnte die Crew einen Fisch bergen, den keiner kannte. Er hatte eine Art Antenne und es wird vermutet, dass es sich um einen Tiefseefisch handelt. Wahrscheinlich wurde er von irgendeinem anderen Tier angegriffen, da er eine leichte Fleischwunde hatte. Das war den Männern an Bord der Chipsy jedoch egal, am nächsten Tag lag der unbekannte Fisch gebraten auf den Tellern. Joela hatte an diesem Tag ihren 100ten Tauchgang absolviert und daher wurde abends gemütlich an der Strandbar gefeiert.
Dienstag, 28.02.06
Ich bin mir sicher, den Dienstag hat sich Torsten rot im Kalender angestrichen. Er bekam, nach ca. 700 Tauchgängen, zum ersten mal ein Seepferdchen zu sehen und konnte es sogar fotografieren. ( Mir ging es ähnlich. Auch für mich war es das erstes Seepferdchen. Aber ich habs schon nach 30 Tauchgängen geschafft ? ) Und bedanken müssen wir uns dafür bei Joela, denn die hatte die Seepferdchen am Tag zuvor bei Lee, dem Guide, "bestellt".
Auch Moni wurde ihr Wunsch erfüllt einen Mandarinfisch zu sehen, wobei es wesentlich schwieriger war als bei den Seepferdchen. Denn diese Fische sind ziemlich scheu und werden durch das Licht der Tauchlampen sehr schnell vertrieben.
Nach diesem sehr erfolgreichen Tauchtag, ließen wir den Abend mehr oder weniger gemütlich an der Bar ausklingen. Daniel gab kostenlosen Tanzunterricht, Mike und Joela gaben eine Tanzeinlage und anschließend Joela Huppi ein kostenloses Bad in den Reinigungsbecken. Man kann sagen, dass es ein lustiger Abend war, an dem es viel zu lachen gab.
Mittwoch, 01.03.06
Am Mittwoch teilte sich die Gruppe zum ersten mal. Während es Ralf und Mike noch einmal nach Apo Island zog ( Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob sie wegen der Unterwasserwelt oder wegen dem Erlebnis mit Liesl tauchen gehen zu dürfen mit wollten !?! ), wollte der Rest von uns auf einen Markt im nahe gelegenen Dauin fahren. Wir hatten alle einen Markt erwartet, bei dem sich auch Touristen wie wir das eine oder andere Souvenir kaufen können. So einer war es jedoch ganz und gar nicht. Es war vielmehr ein Markt für die Einheimischen, auf dem Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Kleidung und so manches Handwerkszeug gekauft werden konnte. Außerdem gab es einen reinen Viehmarkt, auf dem Rinder, Pferde, Geflügel, Ziegen und Schweine angeboten wurden. Nachdem wir alles besichtigt hatten, fuhren wir zurück ins Pura Vida. Moni und Joela hatten aber noch nicht genug und es trieb sie weiter zu einem Wasserfall, wo sie 330 Stufen hinunter und dann wieder hinauf mussten. Natürlich ging auch dieser Tag nicht ohne ein, zwei Tauchgänge zu ende, bei denen wir unter anderem mehrere Blaupunktrochen zu Gesicht bekamen.
Das heutige Abendessen, ein Barbecue, fand dann direkt am Strand an einem langen und edel gedeckten Holztisch statt. Und auch heute hatten wir was zu feiern, Daniels 100ten Tauchgang. Da gabs dann für alle einen "Bull the Trigger" ( oder so ähnlich ). Sehr empfehlenswert für jede Party. Von uns hat wirklich jeder einen getrunken. Aber ich glaub NUR einen.
Donnerstag, 02.03.06
Den letzten Tag auf Negros wollten wir noch mal richtig nutzen und unsere Tauchplätze selbst aussuchen. Wir entschieden uns, am Vormittag erneut das Pier zu erkunden und anschließend wieder nach Apo zu fahren, da es uns dort am besten gefallen hatte. Zwischen den beiden Tauchgängen bei Apo kauften Bettl, Mike, Claus und ich noch ein paar Souvenirs auf der Insel. Und nachdem das Boot fünf von uns plus Guide nach dem letzten Tauchgang "irgendwo" aufgelesen hatte, schipperten wir wieder zurück zum Hotel. Entweder waren die Instrumente unseres Guides nicht ganz in Ordnung oder die Absprache mit dem Kapitän war ungenau...
Nach einem letzten sehr leckeren Abendessen im Hotelrestaurant, ging es zunächst gemütlich an der Bar weiter, denn alle hatten im Hinterkopf, dass am nächsten Morgen um 06:30 Uhr Abfahrt ist. Und eigentlich wollten bis auf ein paar auch alle früh ins Bett, aber wie das meistens so ist, wenn man net so lang auf bleiben will, dann wird's doch immer länger...
Zu erwähnen bleibt noch, dass Moni kurzerhand von Mike in den Pool befördert wurde, als die Eiswürfel zum Kühlen ausgegangen waren...
Freitag, 03.03.06
Eigentlich war klar gewesen, dass wir 06:30 Uhr nicht ganz schaffen würden. Mit einer kleinen Verspätung ( ich schätze so 20-30min ) ging die Fahrt nach Bohol los. Da es eine recht kurze Nacht gewesen war, hatten sich ( fast ) alle in null Koma nix ein einigermaßen bequemes Plätzchen gesucht und versuchten so viel Schlaf wie möglich nachzuholen.
Am späten Vormittag waren wir dann so weit wieder fit und machten unsere letzten beiden Tauchgänge mit Lee. Der hatte uns auf dem Weg nach Bohol begleitet.
Im Alona Beach Ressort gingen wir von Bord und wurden von dort aus mit Kleinbussen ins Ananyana gebracht. Durch ein recht schäbig aussehendes Schiebetor gelangten wir in die Hotelanlage, die im Asienstil gehalten war. ( Uns viel erstmal die Kinnlade runter, so traumhaft schön war das Hotel mit seiner Anlage !!! ) Wir wurden in eine Art Pavillon geführt, der verschiedene Sitzgelegenheiten ( Liegen aus Bambus mit Matratzen darauf, Eisengestelle mit weichen Auflagen und auch ganz normale Stühle ) bot, auf denen wir Platz nahmen. Zur Begrüßung bekamen wir kalt-feuchte Tücher zum Kühlen und Limettensaft; unsere Tauchausrüstung bekam ein Bad zum Sauberwerden. Und auch als wir unsere Zimmer betraten, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Ein riesiges Bett, Gestell und Nachttischchen aus Bambus, eine Schwingtüre zum Badezimmer, ein Waschbecken in Stein eingelassen und mit einer Blume dekoriert, die Dusche umrahmt mit Steinwänden und der Boden aus Bambus. Außerdem waren sämtliche Handtücher mit Palmenblättern zusammen gebunden und auch die Seife hatte eine Palmenschleife. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Faulenzen in der Hotelanlage. Wir hatten den weißen Sandstrand mit seinen Palmen direkt vor der Nase. Außerdem gabs noch einen kleinen Pool, Hängematten und eine Art Hochstand mit weichen Auflagen zum gemütlichen Liegen.
Nachdem sich Joela bereits im Pura Vida eine Massage gegönnt und so davon geschwärmt hatte, wollten Bettl und ich ein solches Massage-Angebot auch mal austesten. Und es hat sich wirklich gelohnt. In den folgenden Tagen ließen sich auch Joela ( ein zweites Mal ) Moni, Mike und Ralf massieren.
Beim Abendessen stutzten wir allerdings ein bisschen, denn die Preise hatten es ganz schön in sich. Hatte es zwischen den ersten beiden Hotels bereits eine leichte Steigerung gegeben, so wurde hier gleich das doppelte verlangt und man hatte fast schon wieder das Gefühl in Deutschland zu sein. Es muss aber auch gesagt werden, dass das Essen wirklich gut schmeckte. Etwas anderes waren wir ja auch nicht gewöhnt.
Samstag, 04.03.06
Frisch gestärkt gings nach dem Frühstück mit dem Boot zur Insel Balikasak. Die Ausrüstung war bereits an Bord gebracht worden und ebenso unsere Lunchpakete. Gott sei dank brachte die Crew unsere Sachen für uns aufs Boot und kümmerte sich auch darum, dass uns alles, was man so braucht, ins Wasser nachgereicht wurde. Denn mittlerweile waren sogar zwei SEHR ERFAHRENE Taucher von uns so vergesslich ( oder schusselig ? ? ) geworden, dass sie ohne Flossen (der eine) und ohne Blei (der andere gleich zweimal !) ins Wasser gesprungen sind. ( Die Namen der "Missetäter" sind der Redaktion bekannt und können erfragt werden ! ) Bei einem der drei Tauchgänge vor Balikasak konnte uns der Guide an einer Wand sogar zwei Haie zeigen, die sich dort in ihrer Höhle versteckten.
Zurück im Ananyana versuchten Torsten, Huppi, Bettl und ich einen der kleinen blauen Krebse vor den Fotoapparat zu bekommen, die bei Ebbe zu Hunderten aus dem Schlamm kamen. Es dauerte zwar eine ganze Weile - die Biester waren echt verdammt schnell - aber nach mehreren Versuchen, lädierten Fingern und einem kleinen Trick gelang es dann aber doch. Er war fotografiert.
Zwischen 17:00 Uhr und 19:00 Uhr gabs an der Strandbar immer eine Happy-Hour. Die bezog sich aber leider nur aufs Bier. Das hieß also, ein Bier bestellen, zwei bekommen. Logisch, dass man uns von 17:00-19:00 Uhr immer an der Bar fand, oder ? Natürlich ganz gesittet, auf ein bzw. zwei Bier. Ich weiß leider nicht mehr genau, an welchem Tag es geschah... Jedenfalls konnte sich Joela das Trauerspiel hinterm Tresen nicht mehr länger mit ansehen und übernahm kurzerhand die Bar. Ab dem Zeitpunkt ging der Umsatz steil bergauf. Sonntag, 05.03.06
Der Tag begann, wie die anderen auch, warm und sonnig. Leider bleib das nicht lange so. Der Himmel zog sich immer mehr zu und schließlich fing es auch noch an zu regnen. Das Boot war am Morgen trotzdem pünktlich ausgelaufen und ich habe mir sagen lassen, dass es teilweise ganz schön ungemütlich war, mit den Wellen und der Gischt. Aber die Jungs und Mädels haben durchgehalten und alle geplanten Tauchgänge gemacht. Wieder zurück im Ananyana trafen sich alle an der Bar und Torsten fragte nach frischen Kokosnüssen. Die fünf oder sechs Kokosnüsse, die noch zur Verfügung standen hätten eigentlich am Abend eine Überraschung vom Hotel für uns sein sollen. Jetzt bekamen wir sie halt schon früher. Wir teilten uns die Nüsse und ich war echt froh, dass ich keine alleine austrinken musste. Ralf war hart im Nehmen. Er trank seine Nuss nicht nur leer, sondern löffelte auch noch das ganze Fruchtfleisch heraus. Obwohl er immer sagte, dass die Nüsse eigentlich gekühlt sein müssten und dann RICHTIG gut wären... Joela musste zu Hilfsmitteln greifen - Eiswürfel und Rum - trank ihre Kokosnuss dann aber auch leer. Nach dem Abendessen wurde, wie fast jeden Abend, noch ein Gute-Nacht-Trunk genommen, bevor man ins Bett fiel.
Montag, 06.03.06
Unsere Reise neigte sich nun langsam dem Ende zu und der Montag war für uns die letzte Gelegenheit noch mal tauchen zu gehen. Also fuhren alle ein letztes mal mit dem Boot raus aufs Meer und genossen das Leben. Während wir anderen zwischen den Tauchgängen faul auf dem Boot lagen und uns sonnten, feilschte Ralf mit einer Einheimischen, die mit ihren Waren ( Ketten, Armbänder, Muscheln usw. ) aufs Boot gekommen war und erstand für sich, Joela und Torsten ein paar schöne Stücke zu einem vernünftigen Preis. Und sie war kein leichter Brocken gewesen.
Als wir zurückkamen musste der geplante Nachttauchgang wegen des schlechten Wetters abgesagt werden. Die Wellen waren mittlerweile zu hoch für das kleine Fünf-Mann-Boot und es hätte sich nicht eine Stunde lang draußen an der gleichen Stelle halten können. Tja, das war's nun gewesen mit der Taucherei. Doch der Urlaub war ja noch lange nicht zu ende. Den Spätnachmittag und Abend verbrachten wir wechselnd zwischen Strandbar und Restaurant. Mittlerweile waren uns auch die Fledermäuse über dem Pool aufgefallen. Die kamen jeden Abend bei Beginn der Dämmerung und holten sich dort ihr Wasser. ( De de de de de, Batman! ) Dienstag, 07.03.06
Am Morgen beim Frühstück war besonders gut zu sehen, wer am gestrigen Tag keinen Schattenplatz mehr auf dem Boot bekommen hatte. Alle, die bisher einigermaßen verschont geblieben waren, hatte es auch jetzt erwischt. Allen voran Torsten, Moni und Claus. Und sogar Joela, die eine beneidenswerte Bräune bekommen hatte, war an manchen Stellen etwas rot.
Da wir nicht mehr tauchen gehen konnten, beschlossen Torsten, Joela, Bettl, Claus und ich ein bisschen auf Kultur zu machen, während die anderen einen gemütlichen Tag am Strand verbrachten und sich Massagen gönnten. Wir buchten einen Ausflug zu den Chocolate Hills, bei dem wir sehr viel von der Landschaft und den Menschen zu sehen bekamen, u.a. auch den ältesten Baum der Insel. Nach den Hills gings weiter zum Loboc River auf dem wir mit einem kleinen Boot zum Tontonan Wasserfall schipperten. Noch vor der Flussfahrt konnte man am Ufer die kleinen Tarsier- Äffchen anschauen, die dort in einem eingezäunten Bereich auf Kopfhöhe in den Bäumen saßen. Danach besichtigten wir noch die alte Steinkirche Baclayon Church und anschließend wurden wir in das nahe gelegene Einkaufszentrum gefahren, wo Claus dann endlich ( beraten von Joela ) so richtig zuschlagen konnte und Torsten sein heiß begehrtes Kartenlesegerät bekam.
Dank diesem Gerät konnten wir dann am Abend an der Bar schon einmal einen Blick auf sämtliche bis dahin geschossenen Fotos werfen. Das tröstete uns ein wenig über die Tatsache hinweg, dass genau an unserem tauchfreien Tag zwei Walhaie vor Bohol gesichtet worden waren. Sehr ärgerlich!! Den letzten Abend im Ananyana begossen wir noch mal mit einem SML ( Sun Miguel Light ) und ließen ihn gemütlich ausklingen.
Mittwoch, 08.03.06
Gegen 15:00 Uhr sollten wir abgeholt und zur Fähre gebracht werden. Also hieß es erstmal ausschlafen, gemütlich frühstücken, langsam zusammen packen und faul am Strand liegen. Die Stunden vergingen leider viel zu schnell. Als die zwei Busse dann da waren, wurde unser Gepäck eingeladen und es ging nach Tagbilaran zur Fähre. Von da an mussten wir uns wieder selbst um unsere Sachen kümmern und es wurde mir so richtig bewusst, wie sehr wir die letzten zwei Wochen verwöhnt worden waren. Wir hatten ja so gut wie nie etwas selbst getragen. Immer war jemand da gewesen, der einem alles abgenommen hat.
Die Fähre brauchte ca. zwei Stunden bis nach Cebu, wo wir erstmal quer durch den Hafen ( bei Dunkelheit nicht sehr zu empfehlen ! ) mussten, bis wir unsere beiden Busse gefunden hatten. Die brachten uns zum Grand Hotel nach Cebu City, wo wir für vier Stunden eincheckten, zu Abend aßen und auf den Transfer zum Flughafen warteten.
Donnerstag, 09.03.06
Mitten in der Nacht, so um 02:00 Uhr, starteten wir Richtung Heimat. Der kurze Abstecher über Singapur war natürlich auch wieder mit dabei; eine Stunde Aufenthalt in der Maschine. Und dann weiter nach Doha. Der Abflug nach dem Umsteigen in Doha verzögerte sich bei unserem Glück natürlich auch wieder. Diesmal waren es allerdings nur ein bis zwei Stunden Verspätung. Also ein Klacks für uns, wenn man's mit dem Hinflug vergleicht. Da wir hauptsächlich in der Dunkelheit flogen, schliefen wir alle die meiste Zeit und deswegen gibt's über den Rückflug nicht viel zu berichten. ( Und leider gabs diesmal kein Unterhaltungssystem. )
Gegen 19:00 Uhr Ortszeit ( anscheinend hatte die Brutto-Reisezeit diesmal 34 Std. betragen ) landeten wir alle gesund und munter in München.
Wenn man von den kleinen Blessuren und den leicht gereizten Ohren hier und da absieht, die jeder Urlaub fordert, waren es zwei wirklich sehr, sehr gelungene Wochen mit einer tollen Truppe!!
Und an dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei unserem Organisator Torsten für diesen super schönen Urlaub bedanken; Vielen DANK !!!! Und ich freu mich auf die nächste Reise!
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