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Anfang Mai - endlich war es soweit - der Klassiker unter den Reisen bei Tauchsport Gläßer stand an; Selce. Kroatien. Tauchbasis Mihuric.

Nach ca. 550 km und etwa 6 1/2 Stunden sind wir von München aus in Selce angekommen. Die Anfahrt war dank des klug gewählten Reisebeginns, an einem Mittwoch, relativ entspannt. Der Großteil der Anfahrt kann auf Autobahnen zurückgelegt werden, ein wenig Landstraße in Slowenien, eine Schnellstraße von der kroatischen Grenze bis nach Rijeka und letztendlich etwa 20 Minuten Küstenstraße - schon ist man in dem kleinen Küstenort Selce.

Voller Vorfreude bezogen wir unsere geräumige und sehr gepflegte 3-Zimmer Wohnung im Appartementhaus "Villa Maslina" direkt am Meer und unmittelbar neben der Tauchbasis Mihuric. Der herrliche Blick vom Balkon auf die Bucht und die gegenüberliegende Insel Krk lies gleich mal richtiges Urlaubsfeeling aufkommen. Durch die hervorragende Lage am Meer, an der Uferpromenade und an der Tauchbasis brauchten wir während des gesamten Urlaubs kein Auto. Im Umkreis von ein paar Gehminuten befinden sich zudem diverse Läden und Restaurants. Kurz gesagt, idealer geht es fast nicht. Nachdem die Unterkunft bezogen war ging es mit der Ausrüstung die wenigen Schritte zur Tauchbasis.

Panorama Selce - Kroatien

Die Tauchbasis Mihuric ist eine PADI 5-Star Basis, die für den ambitionierten Sporttaucher keine Wünsche offen lässt. Maggy und ihr Team haben uns, wie immer, herzlich empfangen und kurz darauf war die Ausrüstung auch schon in Kisten und in den persönlichen Schließfächern verstaut. Die Betreuung auf der Basis ist zuvorkommend und unaufdringlich aber immer da, wenn man mal was braucht - egal ob das nur eine neue Flasche ist oder ob man ausgefallenere Wünsche hat. Sollte man mal was vergessen haben, so ist das kein Beinbruch und kann durch Leihausrüstung abgedeckt werden. Ein großes Plus für die Tauchbasis ist die Freundlichkeit und die Flexibilität in allen Belangen. Bei den Bootsausfahrten wird immer auf die Wünsche der Gäste eingegangen, die Ausfahrten finden auch statt, wenn nur wenig Taucher da sind. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man wie wir in der Nebensaison reist.

Die Basis verfügt über einen großen gepflasterten Vorplatz auf dem genug Raum vorhanden ist um seine Ausrüstung aufzubauen und sich umzuziehen. Über eine Treppe mit Geländer findet man den bequemen und sicheren Einstieg zum Hausriff.
Das Hausriff ist flach abfallend und bietet auseichend Platz im Bereich von 5 - 10 Metern Tiefe Übungen durchzuführen. Im Verlauf des Riffs finden sich ein kleines Wrack (23 Meter), ein stehender Anker (18 Meter) sowie anderes sehenswertes. Daneben gab es tatsächlich auch einen Tisch mit Stühlen unter Wasser sowie zwei Christbäume, um für Stimmung zu sorgen.

Beim Nachttauchgang sorgte das Leuchtplankton für "Erleuchtung". Wir knieten uns hin (möglichst ohne Seegurken zu treffen, was nicht so einfach war...), machten die Lampen aus und wedelten mit den Armen. Überall funkelte es fast schon wie bei einem Mini-Feuerwerk.
Neben der Möglichkeit des Tauchens am Hausriff werden von der Tauchbasis ca. 15 Tauchspots angefahren, die allesamt im Umkreis von ca. 30-60 Boots Minuten liegen. Die Auswahl der Ausfahrten wird abhängig vom Wetter und den Wünschen der Gäste getroffen.

Die tierische Unterwasserwelt hatte einiges zu bieten. Auf den ersten Blick fielen massig viele Wassergurken auf, die sich überall tummelten. Neben den bunten Kameraden wie Streifenbarben, Meerjunkern, Meerpfauen und Lippfischen waren bei genauem Hinsehen auch sehr viele Grundeln zu entdecken: Schlankgrundel, Paganellgrundel... Auch ein knallgelber Spitzkopf-Schleimfisch konnte sich nicht unserer Blicke entziehen, obwohl er sich in einen quadratischen Kasten zurückgezogen hatte. Seescheiden waren ebenfalls üppig vertreten sowie natürlich Seesterne und Seeigel. Mit Petermännchen haben wir zum Glück nicht allzu engen Kontakt gehabt. Das wäre wohl etwas unangenehm gewesen. Die kleinen rosa Fadennacktschnecken setzten schöne Farbakzente.

Abgesehen von diversen Tauchgängen am Hausriff haben wir zwei Ausfahrten zum Wrack der "Peltastis" unternommen, dieses liegt etwa 200 Meter vor der Küste der Insel Krk bei Silo und ist ca. 30 Minuten mit dem Tauchboot von der Basis entfernt.
Der ehemalige Frachter "Peltastis" ist ca. 60 Meter lang, 10 Meter breit und liegt auf Sandgrund. Das Heck befindet sich auf einer Tiefe von 32 Metern, der Bug bei ca. 30 Metern.

An einer Leine steigt man bis zum Mast ab und geht dann weiter bis zur Reling, welche sich auf einer Tiefe von etwa 20-25 Metern befindet. Während eines Tauchgangs kann man den ehemaligen Frachter schön umrunden, versierte Taucher können auch die offenen Laderäume und die offene Heckgalerie betauchen. Der Aufstieg erfolgt über das Steuerhaus (ebenfalls betauchbar) mit einem Zwischenstopp auf 15 Metern anschließend folgt man einfach dem Mast bis zu einem Markierungsknoten im Seil, bei dem man dann auf 5 Metern seinen Sicherheitsstopp durchführen kann. Als weitere Sicherheit ist unter dem Tauchboot eine Dekobottle mit Atemluft angebracht, die genutzt werden kann, wenn die Luft knapp wird. Ein rundum gelungenes und schönes Taucherlebnis.

Leider geht auch der schönste Tauchurlaub mal zu Ende aber eins steht fest - WIR KOMMEN WIEDER!

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