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Grüner SeeAm 12.06. sind wir pünktlich um 5 Uhr in Oberschleißheim Richtung Tragöß - Bruck an der Mur zum Grüner See aufgebrochen. An der Tankstelle haben wir noch kurz Christina, Marco und Florian aufgesammelt. Dann ging die Reise vollgepackt los. Wir sind dank meines modernen Fahrzeugs und Formel 1 Fahrstils alle recht zügig gefahren und das, obwohl eine Frau am Steuer saß. Nach exakt 4 Std sind wir in unserem Appartement nicht weit vom See entfernt angekommen. TSG on Tour eben.

Kurz die Appartements bezogen, schon ging es direkt zum See. Der Parkplatz des Grüner Sees war glücklicherweise kaum belegt. Schnell hatten wir die Tauchgenehmigung und unsere Parktickets, dann ging es zum See. Der Blick auf den See war gigantisch, die Türkisblauen Farben mischten sich bis zu einem kräftigen Blauton. Alle waren wir zusehends begeistert und konnten es kaum erwarten abzutauchen.

Nach einem Grüner Seekurzen Briefing, gingen wir gespannt zum Parkplatz um unsere Ausrüstungen zusammen zubauen. Bereits nach dem ersten Meter unter Wasser zeigte sich der Grüner See von seiner schönsten Seite. Die türkisfarbenden Blautöne, dazu der Wanderweg in einem kräftig grünen Farbton ziehen jeden Taucher sofort in seinen Bann. Die Sichtweite war sensationell, geschätzt ca. 30 Meter.

Unser erster Tauchgang führte uns zur der schönen Brücke, die dank dem Wasserstand von knapp über 7 Meter, komplett unter Wasser lag. Der Weg dorthin glich einem traumhaften Wandertag. Erst schwebten wir über den Wanderweg hinweg zur Wiese, die recht hoch bewachsen war. Vereinzelt sahen wir ein paar kleinere Felsen, die mit dem Lichtspiel aus Sonne und Wolken einen fabelhaften Eindruck hinterließen. Angekommen an der Brücke mussten wir leider feststellen, dass irgendwelche Taucher die gigantische Sicht zerstört hatten, überall waren kleine Sedimentteilchen zu sehen. Kurz aufgetaucht sah ich, dass Taucher oberhalb campten und durch die schlammige Wiese marschierten und massiv Sediment aufwirbelten. Daher die schlechte Sicht, nach einem kurzen Meinungsaustausch, tauchte ich Grüner Seewieder in die Märchenlandschaft des Grünen Sees ab.

Auf dem Rückweg, tauchten wir über das Fels/Kiesbett hinweg. Bei ca. fünf Meter Tiefe, spürte man einen kalten Zug und der Tauch Computer bestätigte es mit der Anzeige von 6 Grad Celsius. Das Farbenspiel des Wassers sah man über dem Felsboden am besten. Mal war das Wasser Türkis, mal in einem schönen dunkelblau. Es waren fantastische Eindrücke, die man auch auf der Kamera sah.

Nach 49 Minuten tauchten wir auf und waren total begeistert. Bei einer ausgiebigen Pause in der Sonne, wärmten wir uns alle auf. Trotz des Trockenanzugs, spürten auch wir die Kälte. Der zweite Tauchgang führte uns zum Schriftzug „Tragöss" der Mitten im See mit Hilfe von Steinen geschrieben war. Hin und wieder sahen wir große Forellen die über und neben uns schwebten.
Den Abend verbrachten wir in der Post Gaststätte bei der wir lecker speisten und die ersten Tauchbilder begutachteten.

Grüner SeeNach einer kurzen aber sehr lustigen Nacht ging es recht früh zum See. Wollten wir doch unserem Motto: „Der frühe Vogel fängt den Grüner See" bleiben. Der Tag war dank der Sonneneinstrahlung perfekt für unsere geplanten Tauchbilder. Nachdem sich mein Buddy von einem klassisch schwarzen Taucher in ein gelbes Tauchbienchen dank eines Überanzugs mit weißer Maske und weißen Flossen verwandelt hatte, ging es auch schon los. Erst gab es ein kleines Fotoshooting über dem Wanderweg, das Zusammenspiel mit dem grünfarbigen Wanderweg, meinem gelben Tauchbienchen im blauen Hintergrund war genial. Die Sicht an der Brücke war diesmal Gott sei Dank super. Jedoch bemerkten wir, dass die Brücke nur noch knapp unter Wasser lag und der See somit über Nacht ca. 15cm Wasser verloren hatte. Kurz an der Brücke verweilt ging es auch schon zum Tragösser Schriftzug. Dort angekommen schwebte mein Tauchbuddy alias "das Tauchbienchen" über den Schriftzug und ich fotografierte Sie von oben. Danach ließen wir uns von der einzigartigen Atmosphäre Richtung Ausstieg treiben.

Grüner SeeAn der Wasserfläche angekommen bemerkten wir, dass deutlich mehr Taucher da waren als am Vortag und wir die Ruhe am frühen Vormittag optimal genutzt hatten. Nach einer kleinen Pause tauchten wir wieder in die märchenhafte Welt des ‚Grüner Sees' ab. Den zweiten Tauchgang gestalteten wir deutlich kürzer als den ersten aufgrund der durchdringenden Kälte, dennoch war auch dieser bilderbuchmäßig. Ein Schwarm von Forellen konnte uns hier ebenso begeistern wie der TSG bekannte Apnoe Taucher Christian Redl welcher sich zu einem professionellen Fotoshooting eingefunden hatte.

Nach dem wir alles aufgeräumt und die Autos gepackt hatten, ließen wir uns in der Sonne im Biergarten der angrenzenden Wirtschaft nieder. Bei einem leckeren Mittagessen musterten wir unsere gut gelungenen Tauchfotos.

Jeder einzelne, auch unsere drei Neulinge, die davor noch nicht das Vergnügen hatten im Grüner See zu tauchen waren absolut begeistert. Die Überlegung, dass wir unter der Woche fahren, zahlte sich voll aus. Wir hatten bis auf dem Vorfall an der Brücke immer optimale Tauchverhältnisse im Sinne von gigantischen Sichtweiten und nie einen Andrang von Tauchern.
Nach der ausgiebigen Mittagspause, traten wir die Heimreise an.

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